MS-Gruppe Rottenburg


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über mich

MEINE Erfahrung, Eindrücke und Umgang mit MS: (in aller Kürze ...)

Eigentlich hatte ich mir die zweite Halbzeit anderst vorgestellt, mit 40 wollte ich Sachen machen, zu denen ich vorher keine Zeit hatte oder kein Geld. Nun genau so ist es dann auch gekommen, nur anderst !?
Angefangen hat es damit, daß ich eines Tages nicht mehr recht sehen konnte, bzw. alles nur durch einen grauen Schleier. Vom Augenarzt in die Augenklinik und 2-3 Mal die Woche Tests gemacht. Nach 6 Wochen war der Spuk aber von alleine zu Ende und alles hatte sich wieder normalisiert - Gott sei Dank !
Trotzdem wurde mir angeraten einen Neurologen auf zu suchen, die in der Augenklinik hatten aufgrund eines MRT's nämlich schon eine Vorahnung (eigentlich wußten sie's schon, wollten es aber dem Neurologen überlassen mir das mit zu teilen). So - und der hat es mir nach Untersuchungen dann auch mitgeteilt. Es hat allerdings an meinem Zustand nichts geändert, der war wieder wie vorher. Im Laufe der Zeit allerdings stellten sich dann doch die ein oder anderen Zipperlein heraus, die eindeutig der MS zuzuschreiben waren.
Abends bemerkte ich beim sitzen eine Art Gürtel um meinem Bauch. Nicht schmerzhaft, aber irgendwie unangenehm. Mein Darm wurde von Tag zu Tag immer träger und bald darauf sollte er freiwillig garnichts mehr machen. Geschlafen habe ich immer schon sehr wenig, aber fortan hat sich die reine Schlafzeit bei 2 Stunden einpendelt. Mit der Zeit merkte ich, daß ich nichts mehr merkte, will sagen, daß Gefühl für Themperaturen, Schmerz, Berührungen usw. schwand von Tag zu Tag immer mehr. Das ganze in einem relativ langen Zeitraum von ca. 2 Jahren. Danach kam dann ganz langsam die Schwäche dazu begleitet mit psychologischen Ausfalls Erscheinungen. Genauer gesagt, die Konzentration hat nachgelassen und die Aufnahmefähigkeit hat gelitten. Nachrichten hören, während sich meine Tochter mit meiner Frau unterhalten hat, war nicht mehr möglich. Medikamente habe ich damals noch keine genommen, die Nebenwirkungen wollte ich mir nicht antun - sooo schlecht gings mir nun auch wieder nicht ...
Spastiken kamen nun dazu, immer wenn ich Abends in Ruhe Fernsehen wollte, machten sich meine Beine selbstständig. Ich hab nach langen Rescherschen auf RLS (Restless Legs Symptom) getippt, niemand hat es so recht heraus gefunden was es war. Heute ist es mir ehrlich gesagt auch Wurschd. Auf jeden Fall habe ich dagegen dann schon Medikamente genommen. Zwar leider in den ganzen Jahren nie was "Richtiges" aber eine ganze Menge Zeuch, die mein Wesen verändert haben. Viel Psychophamaka für teuer Geld, bis zum Umfallen im wahrsten Sinne des Wortes. Denn eines Tages kam tatsächlich ein Blackout und der Kerle fiel vom Hocker !
Gut, die Zeiten sind vorbei. heute habe ich was passendes gefunden und die Altlasten raus geschwitzt ! Aber das (ich) war wirklich für meine Umgebung eine Zumutung damals, so sehe ich das Heute. Seit 2005 bin ich Nasenspray abhängig. Gut - es gibt schlimmeres, aber wenn ich keine Luft bekomme werde ich doch unleidig ...
Im täglichen Leben hat sich (habe ich) nichts geändert, gearbeitet und in der Freizeit entweder Boul gespielt, oder bin mit dem Fahrad in der Gegend herum gefahren. Auch weder Ess- noch Tinkgewohnheiten habe ich geändert, wie das immer wieder vorgeschlagen wird. (Ein anständiger "Zwiblroschdbroada" darf es schon mal sein) Nach gut 5 Jahren ging ich auf "Drängen" meines "Umfeldes" in die Reha. Von hier aus wurde dann auch schon meine EU-Rente beantragt und der Behi-Ausweis. Ich kann jetzt nicht sagen, von da an ging alles sehr schnell, nein, in Deutschland geht disbezüglich nichts sehr schnell. Aber es ging und so nahm der Anfang vom Ende seinen Lauf. "Pfiffadegl" Zehn Jahre sind nun vergangen und ich bin in Rente, habe mitlerweile sogar einen eigenen Rolli (Blaumetallig) - Parkausweis (auch Blau) dazu für Rollstuhlfahrer und bin sozusagen weg vom Fenster mit Blick auf den See ...
Ich bin ins Jahr 2010 geflüchtet, der MDK war hinter mir her aber dann doch deutlich schneller als ich. Ab nun bin ich in der Pflegestufe I -
Schluß mit Lustig ... und ab jetzt habe und mache ich Mühe. 2011 - Die Hände sind Kraft und Gefühllos, alleine das Essen mit Messer und Gabel ist schon eine Plage. Treppensteigen geht gar nicht mehr, Eigentlich ... ich muß ja, also eine Qual und das mehrmals am Tag. Aber der Tag muß sich halt nach mir richten und nicht umgekehrt (wenigsten einer ...)
Alles noch lange kein Grund für mich auf zu geben. Um anderen Menschen zu helfen braucht es nicht viel. Es gibt immer noch jemand, der schlechter dran ist als ich ... und da muß ich nicht nach Japan schauen.

Wozu ich das alles schreibe, na ja, es will immer niemand zugeben, daß er was hat. Wenn es so ist, ist es halt so - ich kann's nicht ändern und selbst die moderne Medizin hat es noch nicht geschafft. Wohl bei vielen anderen eine Linderung oder gar einen Stopp der Schübe, aber was man hat - hat man - oder Frau.

Es gibt keinen Grund wegen den paar Zipperlein mich jetzt im Keller zu verbarrikadieren, den ganzen Tag im bequemen Sessel zu sitzen um Koch Shows anzusehen ...

Reden wir darüber ...


(Anmerkung: Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Unterhaltung ...)




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Meine Mobilnummer ist aktuell: o173/8009969 * zu Hause erreichen Sie mich unter der o7457/91754 * per eMail: info@mslife.net

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